Filmvorführung „Judenverfolgung und Judenvernichtung im zweiten Weltkrieg“

 

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Wann: 8. November, 18 Uhr

Ort: Raum 308, Carl-Zeiss-Straße 3

Anmerkung: Eine zeitliche und räumliche Verschiebung der Veranstaltung wird hier und auf der Seite der Grünen Jugend bekannt gegeben:

https://www.facebook.com/gruenejugendjena

Vor 78 Jahren fanden im nationalsozialistischen Deutschland die Novemberprogrome statt. Am 09.11 mobilisiert auch die neonazistische Gruppe Thügida anlässlich dessen zu einem NS-verherrlichenden Fackelmarsch durch Jena.

In den Progromen vollzog die deutsche Gesellschaft den nächsten aktiven Schritt zur systematischen Auslöschung der jüdischen Bevölkerung. Diesem Schritt vorangegangen waren unzählige Maßnahmen, die das Leben der jüdischen Bevölkerung in Deutschland jeglicher Menschenwürde beraubt hatten.

Die Shoa offenbart auf nachdrücklichste Art und Weise wozu Menschen im negativsten Sinne fähig sind. Aus ihr wächst die Erfahrung und das Wissen, dass Antisemitismus in seiner innersten Konsequenz immer auch den Vernichtungswunsch in sich trägt.

Deshalb zeigen wir am 08.11 den Film „Judenverfolgung und Judenvernichtung im zweiten Weltkrieg“. Wir wollen den grauenhaften Geschehnissen der Novemberprogrome wie auch der den Progromen nachfolgenden Shoa gedenken, denn auch heute noch offenbart sich in Teilen der Gesellschaft ein ungezügelter und blindwütiger Menschenhass.

WICHTIG: Wenn der Aufmarsch der Nazis tatsächlich auf den 8.11 verschoben werden sollte, werden wir euch rechtzeitig über einen Ausweichtermin für unser Veranstaltung informieren. Es ist nach wie vor wichtig sich der elendigen NS-Verherrlichung aktiv entgegen zu stellen.

Energiewende – Die 4. Revolution?

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Kann die Energiewende zur grünen Revolution werden? Die Grüne Hochschulgruppe Jena möchte zusammen mit der Grünen Jugend Jena den Film „Die 4. Revolution – EnergyAutonomy“ zeigen. Danach möchten wir mit euch über die Thesen des Films und Gegenstandpunkte diskutieren:

  • Kann bei der Energiewende von einer 4. Revolution gesprochen werden? Und was waren dann die ersten drei?
  • Reicht es, bei der Energiewende nur auf den technischen Fortschritt zu schauen?
  • Welche gesellschaftlichen Voraussetzungen sind für eine ökologisch nachhaltige Gesellschaft notwendig?
  • Handelt es sich bei der Energiewende doch nur um eine neue Form kapitalistischer Mobilmachung?

Wir freuen uns auf eine angeregte und kontroverse Diskussion und auf einen schönen Abend!

Wer wir sind und was wir wollen

Wer wir sind und was wir wollen

Wir sind eine Gruppe politisch interessierter und aktiver Studierender aus ganz verschiedenen Fächern und Hintergründen, die sich in Theorie und Praxis mit Politik auseinandersetzen wollen, die man im weitesten Sinne unter den Begriffen grün und emanzipatorisch zusammenfassen kann. Uns gibt es seit September 2016.

Als junge Gruppe in der Findungsphase sind wir stets offen für Neue, die Gestaltungsfreiräume nutzen wollen und mit ihren vielleicht ganz eigenen Ideen grüne Hochschulpolitik an der Uni Jena betreiben möchten

Im Mittelpunkt unserer Arbeit soll die gemeinsame politische Bildung und die Theoriearbeit in lockerer Atmosphäre stehen.

Wichtiger als Wahlen und Ämter sind für uns die kritische Auseinandersetzung mit den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen sowie die persönliche Entfaltung von uns und unserer Komiliton*innen, die wir auch als untrennbar von der eigenen politischen Entwicklung sehen. Dazu veranstalten wir unter anderem Diskussionsveranstaltungen, Vorträge und Filmvorführungen.

Zurzeit stehen für uns unter anderem die folgenden Themen im Mittelpunkt:

Ökologie, Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Wir können uns nicht mehr nur darauf beschränken, diese Themen losgelöst von den gesellschaftlichen Zuständen zu betrachten. Der Mensch und die ihm zu nutzbar gemachte Natur befinden sich in vielfältigen Wechselwirkungen zueinander. Umweltprobleme hängen immer auch mit gesellschaftlichen Konflikten zusammen. Die tieferen Ursachen der Umweltzerstörung liegen wie viele gesellschaftliche Probleme auch in Wirkmechanismen, die unserem kapitalistischen System immanent sind. Wer dies erkannt hat, wird feststellen müssen, dass der Themenkomplex Ökologie und Nachhaltigkeit untrennbar verknüpft sein muss mit dem Themenkomplex der Ökonomie, und die Lösung der Umweltprobleme auch untrennbar mit Fortschritten in der sozialen Frage zusammenhängen.

Für Soziale Gerechtigkeit und das schöne Leben

Wir leben in gesellschaftlichen Zuständen, in denen der erwirtschaftete Reichtum besonders ungleich verteilt ist. Noch immer produziert unsere Gesellschaft Gewinner und Verlierer, Ausbeutung und ökonomische Zwänge, die viele Menschen daran hindern, unbesorgt nach einem selbstbestimmten und erfüllten Leben zu streben. Soziale Gerechtigkeit ist ein Thema globalen Ausmaßes. So profitiert die gesamte Bevölkerung eines Landes von den Produktionsbedingungen und Ausbeutungsverhältnissen in anderen Ländern. Doch auch innerhalb der Bevölkerung eines Landes wie bspw. Deutschland gibt es viele unhaltbare Zustände wie z.B. Altersarmut oder Zeitarbeit.

Soziale Gerechtigkeit hängt auch eng mit dem Thema soziale Teilhabe zusammen. Soziale Teilhabe ist ein wichtige Grundlage für die gesellschaftliche Integration. Wir treten daher auch dafür ein, dass jeder Mensch, der hier lebt, auch arbeiten darf.

Antifaschismus

Wir stellen uns gegen autoritäres, faschistisches, rechtsextremes, islamistisches oder anderweitig religiös-fundamentalistisches, rassistisches oder sonstwie fremdenfeindliches und antisemitisches Gedankengut. Wir lehnen Esoterik und irrationale Weltvorstellungen ab.

Wir sind gegen Nationalismus, Patriotismus und den völkischen Wahn. So wie wir gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ablehnen, lehnen wir auch personifizierte Kapitalismuskritik ab.

Antifaschistische Theoriearbeit

In unserer Gesellschaft äußert sich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der gesellschaftlich konformeren Form als das allgemeine Ressentiment gegenüber Fremden. Wir leben in Zeiten, in denen rassistische Statements wieder sagbar werden und sich nicht selten hinter Begriffen wie Kultur und Religion verstecken.

Wichtig ist uns das Antifaschismus sich nicht in blindwütigem und inhaltsleeren Aktionismus erschöpft, sondern eine überlegte Grundlage aufweisen kann. Hierfür ist die antifaschistische Theoriearbeit unabdingbar. Wir möchten daher gerne im Rahmen der Hochschulgruppe verschiedene Faschismustheorien undogmatisch erschließen.

Gegen ‚Links’autoritarismus

Wir denken, dass viele geschichtliche Fehler sich nicht wiederholen dürfen. Wer Despotismus, Stalinismus, Maoismus und Gulagwesen etc. feiert, hat nichts verstanden und bei uns nichts zu suchen.

Feminismus, Geschlechterrollen, Sexualität

Wir sind gegen patriarchale Strukturen, Mackertum und Geschlechter-Stereotypen. Wir sind für die sexuelle Selbstbestimmung und wenden uns gegen Diskriminierungen und Anfeindungen, die sich gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierungen und Vorlieben richten. Wir treten für das einvernehmliche Ausleben der Sexualität ein. Jede*r nach seinen*ihren Bedürfnissen!

Drogenpolitik

Wir sind für eine liberalere Drogenpolitik, für die Legalisierung von Drogen, für die Entkriminalisierung der Konsument*innen und einen insgesamt anderen gesellschaftlichen Umgang mit Rauschmitteln und psychedelischen Substanzen.